On Tour

Pännel Tour

Wandern macht müde und nicht zuletzt durstig. Dagegen können wir was unternehmen. Brote und Käse mitnehmen ist die eine Lösung, eine Pännel-Tour die andere. Was ist ein Pännel-Tour? Ganz einfach. In den Rucksack kommt als erstes es „Pännel". Nicht die neu gekaufte Pfanne, sonst gibt es Stress mit der Mutti! Die alte, abgenutzte Pfanne tut es auch, die ruhig schwarz und verbeult werden darf. Dazu ganz wichtig: weißer Speck (Grundlage für alle Pännelcher). Hauptzutaten nach denen die einzelnen Gerichte (Pännelcher) genannt werden, wie Lyoner (vor Ort in kleine Scheiben schneiden), Eier, Käse (Camembert geschält), Leber- oder Blutwurst, Zwiebeln, Gequellte (gekochte Kartoffeln), Gewürze und was die Fantasie noch hergibt. Überkommt uns der kleine Hunger, suchen wir uns ein geborgenes Plätzchen unter einem Felsen, zücken die Pfanne, entzünden ein ganz kleines Feuer, das wir mit Steinen umgrenzen (ein Pfännchen braucht wirklich nur einige, klein gemachte, trockene Zweige).
Der erste Pännler (es sollte immer ein anderer ein Pfännchen kredenzen) schneidet z.B. beim Eierpännchen den Speck in kleine Würfel, lässt ihn in der Pfanne zergehen, schlägt die Eier direkt in die Pfanne, verrührt sit mit Pfeffer und Salz und nimmt die Pfanne frühzeitig, so dass die Eier noch feucht sind, herunter und gibt sie reihum seinem Nachbar weiter, bis die Pfanne leer ist. Nun ist der nächste Pännler viellecht mit einem Lyonerpännel dran. Gegessen wird direkt aus dem Pännel mit Gabel oder Löffel. Dazu kreist die Wein- oder Mineralwasserflasche, wobei mit Letzterer das Feuer bis zum letzten Funken gelöscht wird. Bei sehr trockenem Wetter ist das Pännel wegen der Waldbrandgefahr leider nicht einsetzbar. Da kann man ja mal wieder zum Wurstbrot und Käse zurückgreifen.
Guten Appetit und Prost, wünscht Ralf Folz

Paennel1
Paennel2
Pfnnchen2010 2